SmartTourism
Wie Destinationen ihre Daten für sich arbeiten lassen
Der Tourismus befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Eine Destination kann sich nicht länger darauf beschränken, Erlebnisse für ihre Gäste zu inszenieren – sie muss diese Erlebnisse aktiv mitgestalten und die Erwartungen der Gäste vor Ort übertreffen. Gästebindung, Gasterlebnis und Buchungsverhalten verändern sich rasant, und mit ihnen die Anforderungen an Destinationen, Betriebe und deren Mitarbeitende. Die digitale Entwicklung liefert dafür die Werkzeuge: Wer Tools und Plattformen strategisch integriert, eröffnet Gästen, Mitarbeitenden und Bewohnerinnen und Bewohnern die Möglichkeit, in diese Erlebnisse einzutauchen und sie mitzusteuern.
Genau an diesem Punkt setzt SMARTTOURISM an – nicht als fertiges Produkt oder einzelne Software, sondern als Idee, hinter der eine Gruppe von Spezialistinnen und Spezialisten steht. Je nach Projekt und Fragestellung bringt dieses Netzwerk unterschiedliche Köpfe und Kompetenzen zusammen, statt eine Lösung von der Stange anzubieten. Die Grundidee ist so einfach wie wirkungsvoll: Daten, die in einer Region entstehen, sollen auch dieser Region zugutekommen – statt an multinationale Plattformen abzuwandern.
Use Your Data Smart lautet dementsprechend das Prinzip, nach dem gearbeitet wird. Durch Informations-, Kommunikations- und Prozesstechnologie entsteht ein Umfeld des intelligenten, datengesteuerten Tourismus, das den Zugang zu Tourismus- und Gastgewerbeprodukten, zu Dienstleistungen, Räumen und Erlebnissen einer Region erleichtert. Gäste erhalten dadurch bessere, individuellere Urlaubserlebnisse – die Region eine nachhaltige Wertsteigerung durch ihre Gäste.
Konkret setzt dieses Netzwerk an drei Ebenen an. Die erste ist eine Frage der Haltung: das Mindset. Der Umgang mit neuen digitalen Technologien zählt zu den größten Herausforderungen, vor denen die Tourismusbranche bis 2030 steht – besonders für Klein- und Kleinstunternehmen, denen oft Wissen, Erfahrung und Mittel für den digitalen Wandel fehlen. Ein neues Mindset heißt: Verständnis für Marketing Automation entwickeln und den Mut aufbringen, auch neue Geschäftsmodelle zu denken.
Die zweite Ebene ist das Skillset: das optimale Management vorhandener Informationen, das frühzeitige Erkennen von Bedarf und eine Gästesteuerung in Echtzeit. So steigt aus Gästesicht der Erlebniswert des Aufenthalts, aus Sicht der Region die Wertschöpfung durch die Gäste.
Die dritte Ebene, das Toolset, unterscheidet diesen Ansatz am deutlichsten von klassischen Software-Anbietern: Smarter, not Bigger. Statt bestehende Systeme durch einen weiteren Datensilo zu ersetzen, werden vorhandene Lösungen datentechnisch miteinander vernetzt – gerade weil dahinter kein einzelner Anbieter mit eigenem Produkt steht, sondern ein Netzwerk, das je nach Aufgabenstellung die jeweils passenden Spezialistinnen und Spezialisten sowie bestehenden Systeme zusammenbringt.
Ein Missverständnis begleitet SMARTTOURISM dabei hartnäckig: dass es sich in erster Linie um eine technische Frage oder ein kaufbares Produkt handelt. Tatsächlich geht es um ein neues Mindset im Tourismus, getragen von einem Kreis an Expertinnen und Experten, die Verständnis für Marketing Automation mitbringen und den Mut zu neuen Geschäftsmodellen haben.
SMARTTOURISM wirkt dort, wo einzelne Destinationen und Betriebe smarter, vernetzter und datengesteuerter werden sollen. Die eigentliche Wertschöpfung durch Gäste lässt sich jedoch nicht auf einzelne Betriebe reduzieren – sie entsteht im Zusammenspiel einer ganzen Destination, mit allem, was Besucherinnen und Besucher wie auch die ansässige Bevölkerung gleichermaßen betrifft.