Visitor Economy
Das größere Bild hinter dem einzelnen Gast
Tourismus misst, was einzelne Reisende tun. Die Visitor Economy fragt, was eine Destination insgesamt an Wert schafft und für wen – im Zusammenspiel von Anziehungspunkten wie Natur, Kultur und Veranstaltungen, Infrastruktur wie Verkehr und öffentlichem Raum, und Dienstleistungen von Gastronomie bis zu Alltagsangeboten, zum Nutzen von Gästen und Bevölkerung gleichermaßen. Ein Bild aus der englischen Regionalentwicklung bringt es auf den Punkt: Tourismus ist der Fisch, die Visitor Economy das Korallenriff, in dem er sich bewegt.
International ist dieser Blick längst etabliert, geprägt von der Northwest Regional Development Agency in England bereits 2006. Auch Wien folgt diesem Ansatz mit seiner eigenen Visitor-Economy-Strategie, die über mehr als 150 Kennzahlen den Sweet Spot zwischen Gästezufriedenheit und Akzeptanz der Bevölkerung steuert. 2025 erzielte die Stadt damit ein Rekordergebnis: rund 20 Millionen Nächtigungen und 5,3 Milliarden Euro touristische Wertschöpfung.
Diese verlässliche, vergleichbare Grundlage fehlt jedoch vielen anderen Destinationen, Kommunen und Unternehmen. Hier setzt unser Projekt an, der Visitor Value Score: ein wissenschaftlich fundiertes Kennzahlensystem, das die Wertschöpfung durch Gäste erstmals mit der Infrastruktur und dem Angebot einer Destination korreliert und objektiv vergleichbar macht. Untersucht werden Erlebnisqualität, Attraktivität, Kaufkraftbindung und innere Attraktivität. Ein laufendes Panel, Dashboard, Weboberfläche und eine KI-gestützte Interpretations-Engine liefern daraus konkrete Handlungsempfehlungen.
Ein solches Scoring-Modell gibt es international noch nicht – deshalb entsteht es nicht im Alleingang. Wir laden Partner und Interessierte zur Mitarbeit ein und suchen für eine erste Feldstudie teilnehmende Destinationen, Kommunen und Unternehmen. Angemeldete halten wir laufend auf dem Stand.
Während SMARTTOURISM einzelne Betriebe smarter macht, denkt die Visitor Economy diesen Anspruch zu Ende: vom Betrieb zum Vergleichsmaßstab für Gemeinden, Städte und ganze Regionen – wissenschaftlich fundiert und für alle nutzbar.